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📚 Pharmakologie

Grundlagen, Kinetik & Rechner

Grundpfeiler

Pharmakokinetik
Was macht der Körper mit dem Stoff?
➡ Aufnahme, Verteilung, Abbau
Pharmakodynamik
Was macht der Stoff mit dem Körper?
➡ Wirkung am Rezeptor

Begriffsbestimmungen

Klicke auf einen Begriff für die Definition:

Der Anwendungszweck eines Arzneimittels (Warum geben wir es?).

Umstände, unter denen ein Arzneimittel nicht angewendet werden darf (absolut oder relativ).

Zeitspanne bis Wirkung bzw. Dauer der Wirkung.

Zeit, bis die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut ist.

Der Dosierungsbereich (Sicherheitsabstand) zwischen der Schwellendosis (minimale Wirkung) und der Maximaldosis (minimale toxische Konzentration).

Gewöhnungseffekt: Notwendigkeit höherer Dosen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Unerwünschte Wirkungen, die neben der Hauptwirkung auftreten können.

Beeinflussung der Wirkung durch andere Medikamente, Lebensmittel oder Substanzen (z.B. Alkohol).

Rezeptoren (Schlüssel-Schloss)

Agonist ("Der Macher")
Besetzt den Rezeptor und löst die physiologische Zellantwort aus (aktivierend oder hemmend).
Beispiel: Morphin, Adrenalin.
Antagonist ("Der Blockierer")
Besetzt den Rezeptor, löst aber keine Wirkung aus.
Kompetitiv: Konkurriert mit dem Agonisten um denselben Rezeptorplatz. ("Reise nach Jerusalem"). Eine höhere Dosis des Agonisten kann den Antagonisten verdrängen.
Nicht-Kompetitiv: Bindet an einer anderen Stelle und verändert die Form des Rezeptors (Konfiguration). Der Agonist passt nicht mehr ins Schloss ("Schlüsselloch verklebt"). Kann oft nicht durch mehr Agonist ausgeglichen werden.

Das LADME-Schema

L
Liberation: Freisetzung aus der Darreichungsform (entfällt bei i.v.).
A
Absorption: Aufnahme in die Blutbahn.
Bioverfügbarkeit: i.v. = 100%.
D
Distribution: Verteilung (lipophil vs. hydrophil).
M
Metabolisierung: Umwandlung/Abbau durch Enzyme (z.B. Cytochrom-P450).
⚡ First-Pass-Effekt: Bei oraler Gabe muss der Wirkstoff durch die Darmwand in die Pfortader und direkt durch die Leber, bevor er den großen Kreislauf erreicht. Dabei wird oft ein großer Teil des Wirkstoffs direkt metabolisiert (unwirksam gemacht).
Lösung: Umgehung durch i.v., sublingual, nasal oder rektal (teilweise).
E
Exkretion: Ausscheidung (Niere/Galle).

Vegetatives Nervensystem

Organ Sympathikus (Stress) Parasympathikus (Ruhe)
ZNSAntrieb ↑, Aufmerksamkeit ↑-
AugenPupillen weit (Mydriasis) α1Pupillen eng (Miosis)
HerzFrequenz ↑, Kraft ↑ β1Frequenz ↓, Kraft ↓
LungeBronchien weit (Dilatation) β2Bronchien eng (Konstriktion)
GefäßePeripherie eng α1Muskeln/Herz weit (indirekt)
NiereHarnausscheidung ↓ (Antidiurese) β1Harnausscheidung ↑ (Diurese)
DarmMotorik ↓, Tonus ↓ α/βMotorik ↑, Verdauung ↑

📟 Perfusor Rechner

Berechnung basierend auf der Konzentration in der Spritze.

/ ml

🧪 Dosierungs- & Mischrechner